Chance e.V. - Zukunft für Menschen

Menschen aus Kenia, denen wir mit Ihrer Hilfe durch unsere Projekte helfen konnten, berichten hier darüber, wie sich ihr Leben dank Chance e.V. verändert hat:

Hoffnung trotz Wassermangel – Maasai berichten

Double-Digging heißt „doppelt umgraben“

Bäume – die Wunderwaffe im Kampf gegen Dürre, Erosion und Armut

„Noch vor 25 Jahren war das Gebiet von Olereko ein dichter Wald. Oben auf den Hügeln gab es Savanne, auf der wilde Tiere grasten. Dann kam die herkömmliche Landwirtschaft, Tiere und selbst die Bäume verschwanden. Heute führen unsere Bäche viel weniger Wasser als damals. In der Baumschule von Chance e.V. produzieren wir jeden Monat bis zu 5000 kleine Bäume, die wir überall in Olereko pflanzen. Manche Arten binden Stickstoff aus der Luft und düngen so den Boden. Andere nutzen wir als Brenn- oder Bauholz. Wieder andere produzieren Obst, welches wir verkaufen oder unseren Kindern geben. Und die heimischen Baumarten, die wir pflanzen, locken wilde Tiere an, die längst verschwunden waren. Außerdem schützen sie den Boden vor Erosion und Verkarstung.“

Bienen – die besseren Nutztiere

„Für uns Maasai gibt es keine wichtigeren Tiere als Kühe. Im Chance-Projektzentrum haben wir aber auch gelernt, wie man Bienen hält, Honig und Wachs herstellt. Dabei fressen Bienen unsere Wiesen nicht kahl, benötigen kaum Wasser und ihre Hufe zerstören nicht die Grasnarbe. Als wir dann noch sahen, dass man mit Honig und Wachs genauso viel verdienen kann wie mit Milch, staunten wir nicht schlecht. Dabei müssen wir die Bienen nicht kaufen. Sie kommen von ganz allein. Auch brauchen sie keinen teuren Tierarzt und die Bienenstöcke können wir sogar selbst zusammenbauen. Zusätzlich bestäuben die Bienen unsere Obstbäume und leiden kaum, wenn es einmal eine Zeit lang nicht regnet.“

Selbst ist der Mann – Maasai-Männer begreifen ihre Verantwortung für die Gemeinschaft

„In der traditionellen Gesellschaft der Maasai waren wir Männer für den Krieg zuständig, die Verteidigung unserer Heimat-Manyattas (Dörfer), für das Entführen und Schlachten von Kühen. Alle anderen Arbeiten fielen traditionell in den Verantwortungsbereich der Frauen. Jetzt sind wir gläubige Christen und führen ein sesshaftes Leben. D.h. fast alle althergebrachten Betätigungsfelder der Männer sind verschwunden. Es war nicht einfach, sich an diese Veränderung anzupassen. Wir verstehen aber, dass wir Männer jetzt auch neue Arbeiten übernehmen müssen. Deshalb haben wir jetzt eine Männerarbeitsgruppe gegründet, die sich vorgenommen hat, den einzigen Zufahrtsweg nach Olereko und zum Chance-Projektzentrum wieder befahrbar zu machen, statt darauf zu warten, dass die Regierung dies irgendwann tut. Bald schon hilft uns Chance e.V. nämlich bei der Anschaffung vieler großer Wassertanks, damit wir das Regenwasser unserer Dächer auffangen können. Das verbessert unsere Gesundheit, schont die natürlichen Gewässer und erleichtert vor allem den Alltag unserer Frauen und Kinder, die dann nicht mehr so weit laufen müssen, um Wasser zu holen. Dafür bauen wir den Zufahrtsweg jetzt aus, damit die Tanks dann auch per LKW angeliefert werden können.“   

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