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Die Stadt Huánuco
Am Westhang der Anden, genau dort, wo Hochland und Amazonien aufeinander treffen, liegt die Provinz Huánuco teilweise im Gebirge und teilweise im Regenwald. Die gleichnamige Hauptstadt im Tal des Río Huallaga hat ungefähr 300.000 Einwohner. Unsere Partner im internationalen Netzwerk von Chance e.V. sind hier die Nichtregierungsorganisation Chance-Peru und die christliche Gemeinde Comunidad Cristiana Vida Nueva.

Die Stadt Huánuco mit ihren Slums
Zwanzig Jahre lang herrschten Drogenbarone und maostische Terroristen. Die Provinz Huánuco war eines der Zentren von Kokaanbau und Terrorismus. Von hier wurde das Kokain nach Kolumbien geschmuggelt. Manche Dörfer im Regenwald haben während des internen Krieges zwischen Mafia, Rebellen und Regierung über ein Drittel der Bevölkerung verloren.
In manchen Gegenden herrschte große Gewalt und oft leben Täter und Opfer noch Tür an Tür. Viele Menschen haben miterlebt, wie Angehörige gefoltert, vergewaltigt oder ermordet wurden. Laut einer statistischen Untersuchung der Regierung in Lima ist die Region Huánuco die zweitärmste Gegend im ganzen Land. Die Regenwälder werden immer weiter zerstört, die Gegend leidet unter Klimakapriolen und es ist keinerlei Industrie vorhanden, die Arbeitsplätze schaffen könnte.
Die Landflucht aus den verarmten Dörfern der Umgebung lässt die Stadt Huánuco immer mehr wachsen. Und die Elendsviertel kriechen jedes Jahr höher die Berghänge am Stadtrand empor. Die Arbeitslosigkeit liegt bei über 70 Prozent. Aber wohin sollen die Menschen gehen, um Hilfe in ihrer Not und Hoffnung zu finden? Viele wissen nicht, wie sie ihre eigene Lebenssituation verbessern können.

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