Neuigkeiten aus unseren Projekten und Arbeiten vor Ort

Geschichten über die Menschen vor Ort, über die positiven Prozesse und die erfolgreichen Entwicklungen in Peru und Kenia. Hier erfahren Sie mehr über die alltäglichen kleinen Erfolge.

Diese Kinder suchen dringend Paten

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SAKAINE LETURA

Sakaine (9 Jahre) ist ein kleines Mädchen aus einer sehr abgelegenen Gegend in Siana namens Empopong'i. Der Name Empopong'i kommt von den Euphorbienbäumen, von diesen kaktusähnlichen Bäumen gibt es in der Gegend nämlich besonders viele. Sakaine ist ein sehr fröhliches und geselliges Mädchen. Ihre Mutter heißt Naishuro und der Vater ist Leposo Letura. Außerdem hat sie noch vier Brüder und drei Stiefschwestern. Leposo, der Vater von Sakaine, ist mit zwei weiteren Ehefrauen verheiratet. Er hat insgesamt 25 Kinder und ist erst 38 Jahre alt. Manche Maasai-Männer haben in der Regel bis heute mehrere Ehefrauen, da sie traditionell polygam leben. In ihrer Kultur ist dies eng mit dem Ansehen innerhalb der Gemeinschaft verknüpft. Doch heute ist das nicht nur für die Frauen schhwierig, sondern auch für die Kinder und die Männer selbst, denn durch die riesigen Familien wird die Armut noch schlimmer. Bei den Maasai sind meist viele Menschen von nur einem Mann abhängig, der für alle grundlegenden Bedürfnisse wie Nahrung, Unterkunft, Kleidung, Medizin und Bildung aufkommen muss. Viele schaffen das heute nicht mehr. Auch für Leposo ist seine große Familie zusehends zur Last geworden. Die Familie lebt in extremer Armut und hat nur sehr wenig Vieh, das sie verkaufen können. Die ganze Familie kämpft ums Überleben und durch die Corona-Krise ist die Not noch größer geworden. Für Sakaine und ihre Geschwister fehlt es am nötigen Geld für ihre Schulbildung und manchmal gibt es noch nicht einmal genug zu Essen. Deshalb hofft Sakaine sehr, so bald wie möglich einen Paten oder eine Patin zu finden. Ohne einer Patenschaft wird sie nicht weiterhin zur Schule gehen können und somit die Aussicht auf eine bessere Zukunft verlieren.

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SIANTO NKOITOI

Sianto (8 Jahre) ist ein bescheidenes und fröhliches Mädchen. Vor den Schulschließungen der Coronakrise ging sie in die 4. Klasse der Nkoilale-Schule. Auf die Frage, was sie später einmal werden möchte, sagt sie immer, dass sie Krankenschwester werden will. Sie möchte ein Vorbild für ihre Geschwister sein und ihre analphabetische Mutter stolz machen. Siantos Mutter ist Noorsianai Nkoitoi und der Vater heißt Mukwe Nkoitoi. Außerdem hat sie fünf Schwestern und zwei Brüder. Sianto stammt aus einer sehr armen Familie. Der Vater ist alkoholabhängig, aber zum Glück dabei nicht gewalttätig, was sonst gefährliche Folgen für seine Familie haben könnte. Der Vater kann seine Familie nicht ernähren und gibt das wenige Geld, das er manchmal als Tagelöhner verdienen kann, für Alkohol aus. Deshalb versucht die Mutter irgendwie den Unterhalt der Familie zu verdienen. Einmal in der Woche, am Markttag, verkauft sie auf dem Markt ein paar Kartoffeln und verdient so ein kleinwenig. Nur einen einzigen Tag pro Woche zu arbeiten, ist aber viel zu wenig, um die Familie zu ernähren und dazu noch die Schulbildung ihrer Kinder zu finanzieren. Durch den Corona-Lockdown, an dem auch der Markt geschlossen wurde, ist die Armtu der Familie noch schlimmer geworden. Deshalb wird Sianto ohne die Unterstützung eines Paten aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel auch nach der Coronakrise nicht wieder zur Schule gehen können. Sianto hofft deshalb nicht mehr, als bald einen Paten oder eine Patin zu finden, damit sie nach der Corona-Krise wieder zur Schule gehen kann. So kann auch sie weiterhin davon träumen, Krankenschwester zu werden und eine Chance auf eine bessere Zukunft zu haben.

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TIMATIO NJAPIT

Timatio Njapit (7 Jahre)  ist ein bescheidener Junge, der vor der Corona-Krise mit ihren Schulschließungen die erste Klasse der Grundschule besuchte. Timatios Vater lebt in großer Armut. Sein Vater ist Lemeria Njapit und seine Mutter heißt Naipasa Njapit. Sowohl daheim als auch in der Schule spielt der Kleine sehr gern Fußball. Er hat vier Brüder und eine Schwester, doch von allen Kindern in der Großfamilie besuchen nur Timatio und seine Schwester die Schule. Die übrigen Kinder gehen nicht in die Schule, den die Armut der Familie ist einfach zu arm. Die Mutter ist arbeitslos und sein Vater arbeitete als Koch in einer Schulkantine. Schon damals verdiente er sehr wenig, doch jetzt sind alle Schulen geschlossen, und auch Timatios Vater verlor seine Arbeit. Coronabedingt ist die Familie mittlerweile so verarmt, dass es ihnen sogar schwer fällt, jeden Tag auch nur eine Mahlzeit für alle auf den Tisch zu bringen. Ihre kleine Viehherde hat die Familie bereits verkaufen müssen, um überhaupt zu überleben. Das ist eine Katastrophe für die Zukunft der Familie. Die ganze Familie überlebt jetzt nur noch dank sporadischer Lebensmittelspenden durch Hilfswerke oder andere Dorfbewohner. Timatio wird wohl ohne einen Paten nicht wieder zur Schule gehen können, wenn diese 2021 wieder öffnet, denn der Familie fehlen hierfür einfach die Mittel. Deshalb ist es Timatios größter Traum, möglichst bald wieder zur Schule gehen und ein besseres Leben beginnen zu können.  

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NAKOYIAN NJAPIT

Nakoyian Njapit (6 Jahre) ist ein kleines Mädchen, das gut singen kann und es auch gerne tut, besonders im Sonntagschulchor. Zu Hause spielt sie gerne Verstecken mit ihren Freunden und verbringt viel Zeit mit ihrer Mutter. Sie hat sechs Brüder und drei Schwestern, außerdem neun weitere Stiefgeschwister. Bis zur Schulschließung zum Beginn der Corona-Pandemie ging Nakoyian in die erste Klasse der Nkoilale Grundschule und war dort eine durchschnittliche Schülerin. Sie stammt aus einer polygamen Familie, die aus einem Mann und zwei Frauen besteht, wobei ihre Mutter die zweite Frau ihres Vaters ist. Die zweite oder dritte Frau eines Mannes zu sein, bedeutet in der Maasaikultur immer eine große Herausforderung, da 90% des Besitzes des Mannes immer der ersten Frau gehören. Daher besitzt Nakoyians Mutter nun fast nichts, um ihre Kinder durchzubringen. Sie verkauft Brunnenwasser und Feuerholz im nächsten Ort und mit dem wenigen, das sie dort verdient, kauft sie Essen für ihre Kinder. Der Vater, der eigentlich der Brotverdiener sein sollte, ist nicht nur arbeitslos, sondern auch noch alkoholabhängig. Das wenige Vieh, das die Familie besaß, hat er verkauft und zu allem Übel auch noch in Alkohol umgesetzt. Jetzt müssen die beiden Frauen hart kämpfen, um ihre Kinder mit dem Nötigsten zu versorgen. Durch Corona ist die Not noch schlimmer geworden und die kleine Nakoyian braucht dringend Hilfe, um wieder zur Schule gehen zu können, sobald diese öffnet. Nur so kann sie ihren Wunsch verwirklichen, später selbst einmal Lehrerin zu werden.

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