Dorfentwicklung
Chancen für Dörfer

Wir befähigen Dorfgemeinschaften, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Im Zentrum unseres Ansatzes stehen nicht die Probleme der Gemeinschaft, sondern das Potential der Dorfbewohner, das wir konsequent fördern.

Dorfpate werden

Motor ihrer eigenen Entwicklung

Statt Menschen zu entmündigen und von Hilfe abhängig zu machen, sind die Dorfbewohner selbst Motor ihrer Entwicklung. Diese beginnt im Innern, umfasst die Bereiche Spiritualität, Kultur, Identität, Werte, persönliche Beziehungen, Ökologie, Bildung und Wirtschaft gleichermaßen und ist gerade deshalb erfolgreich.

Einsatz in Peru

Neben den indigenen Gemeinschaften der Yánesha- und Asháninka-Indianer begleiten wir in Peru auch rund ein Dutzend Kleinbauerndörfer rings um den Chance-Regenwald.

Einsatz in Kenia

In Kenia stärken wir Maasai-Dorfgemeinschaften, die durch fehlgeschlagene Landpolitik des Staates in ihrer Existenz akut bedroht sind.

Der Fünf-Stufen-Plan

Um die nachhaltige Entwicklung und Autonomie der Dorfgemeinschaften zu stärken, folgt unser Konzept einem Fünf-Stufen-Plan. Alle Bevölkerungsgruppen – Alte und Junge, Männer und Frauen – gestalten gemeinsam die nachhaltige Entwicklung ihres Dorfes und schaffen die Grundlage für würdevolles Leben.

Zu Beginn stärken wir Vertrauen, Problembewusstsein, Selbstachtung und Identität. Schulungen, Besuche, Exkursionen und andere Veranstaltungen fördern den Zusammenhalt im Dorf und ermutigen die Menschen, sich bewusst mit unterschiedlichen Thematiken auseinanderzusetzen. So beginnen die Dorfbewohner, sich über soziale, politische, ökologische, kulturelle und andere Angelegenheiten auszutauschen. Indem sie Isolation und Orientierungslosigkeit auf diese Weise überwinden, finden sie ihre Stimme und beginnen, ihre Dorfgemeinschaft von innen zu stärken.

Die Dorfbewohner machen sich die Lage ihrer Gemeinschaft bewusst und formulieren Antworten auf wichtige Fragen: Was können wir aus unserer Geschichte lernen? Was sind unsere Probleme und wie lösen wir Konflikte? Wer sind unsere Verbündeten, wer unsere Gegner? Was sind unsere Stärken und Schwächen? Wovon träumen wir? Wovor haben wir Angst? Wie können wir unseren größten Gefahren begegnen? Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für das weitere Vorgehen.

Chance e.V. begleitet die Dörfer bei der Ausarbeitung einer Dorfsatzung, die alle Lebensbereiche regelt und die Funktion eines Grundgesetzes übernimmt, das die Gemeinschaft nach innen und außen stark macht.

Am Ende dieses komplexen, partizipativen Prozesses stehen die Prüfung der Satzung durch Fachanwälte und ihre Verabschiedung durch die Dorfversammlung. Anschließend wird sie den Dorfbewohnern in allen im Dorf gesprochenen Sprachen zugänglich gemacht und im Amtsregister eingetragen.

Die Dorfsatzung ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Lebensbedingungen im Dorf: Denn ohne Dorfsatzung gelingt es den Menschen kaum, ihren Kindern eine funktionierende Gemeinschaft zu hinterlassen und Armut, Zerstörung und Isolation zu überwinden. Eine Dorfsatzung ist ganzheitlicher Schutz für alle Lebensbereiche. Sie schafft geeignete Rahmenbedingungen für Entwicklungsprojekte und verbessert das Leben der Menschen. Gelingt es einer Dorfgemeinschaft erst einmal, ihre eigene Satzung zu erstellen, merken die Menschen, wozu sie gemeinsam in der Lage sind. Das stärkt Identifikation und Zusammengehörigkeit. Transparente Selbstverwaltung, geordnete Entwicklung, Armutsbekämpfung und gemeinschaftlicher Umweltschutz werden möglich.

Um Armut, Not und Zerstörung ganz zu besiegen, erstellen die Dorfbewohner ihren eigenen Dorfentwicklungsplan, der die nachhaltige Dorfentwicklung zu einer wichtigen Gemeinschaftsaufgabe macht. In ihrem Entwicklungsplan legt die Gemeinschaft selbst fest, durch welche Maßnahmen in den Bereichen Wirtschaft, Bildung, Umwelt, Landwirtschaft, und Kultur sie ihre Lebensqualität verbessern möchte. Dabei berücksichtigt der Dorfentwicklungsplan die sozialen, kulturellen und ökologischen Begebenheiten und basiert u.a. auf einem fachmännischen Raum- und Bodennutzungskonzept. Die Dorfbewohner können die wirtschaftliche Entwicklung und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen nun wirksam vorantreiben und der Armut Schritt für Schritt und aus eigener Kraft entkommen.

Auf Grundlage des Dorfentwicklungsplans beginnen nun handfeste Schritte zur Verbesserung der Lebenssituation der Gemeinschaft. Egal ob es sich dabei z.B. um ökologische Land- oder Forstwirtschaft handelt, alternative Wirtschaftszweige wie Imkerei, Dorftourismus, Kunsthandwerk, Heilpflanzen- oder Fischzucht, Frauengruppen, Kulturinitiativen, Bildungsprojekte, Aufforstung oder die Einrichtung eines dorfeigenen Naturschutzgebiets – Chance e.V. begleitet die Entwicklung der Dorfgemeinschaften durch finanzielle Förderung, Know-How, Fachpersonal und „networking“.

Das Ziel: starke Dörfer

Ziel unserer Arbeit mit Dorfgemeinschaften sind starke Dörfer. Sie stehen auf eigenen Beinen und regeln alle Angelegenheiten erfolgreich selbst:

Die Dorfgemeinschaft ist staatlich anerkannt.


Ihr Territorium ist dauerhaft gegen Landräuber und korrupte Beamte gesichert.


Ihre Selbstverwaltung wird durch eine ganzheitliche Dorfsatzung effizient geregelt.


Die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen sowie aller anderen Bevölkerungsgruppen ist garantiert.


Identität und Selbstachtung der Menschen sind gestärkt, ihre Bildung organisiert.


Die Bewahrung und verantwortungsbewusste Nutzung der natürlichen Ressourcen des Dorfes ist sichergestellt.


Die Dorfgemeinschaft hat eine nachhaltige und ganzheitliche Entwicklungsstrategie erarbeitet, den so genannten Dorfentwicklungsplan.


Durch eine geordnete und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung können die Dorfbewohner Schritt für Schritt und aus eigener Kraft der Armut entkommen.


Dorfpate werden

Dorfpate können Sie ab einer monatlichen Spende von 20 Euro oder mehr werden.
So helfen Sie bedrohten Dorfgemeinschaften, wieder auf eigenen Beinen zu stehen, die Armut zu bekämpfen, ihre Rechte durchzusetzen und ihren Lebensraum zu bewahren.

Bei der Chance-Dorfpatenschaft fallen keine Verwaltungskosten an. 100 % Ihrer Spenden kommen direkt den Menschen in den Dörfern zugute, für die Sie Chancen-Geber werden.

Dorfpate in Peru werden Dorfpate in Kenia werden

Konzept für gelingendes Leben

Nur eine starke Gemeinschaft kann ihre Landrechte verteidigen, ihren Lebensraum bewahren, die Armut bekämpfen und eine für alle lebenswerte Zukunft gestalten. Deshalb begleiten wir die Dorfgemeinschaften in diesen Lebensbereichen.

Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden …

Luk. 2,14

Warum indigene Gemeinschaften?

Indigene Gemeinschaften und Kleinbauerndörfer gehören zu den am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen weltweit.

Rechtsunsicherheit und Landraub: Obwohl sie die ursprünglichen Eigentümer des Landes sind und die Ressourcen seit Generationen bewahren und nachhaltig nutzen, werden die traditionellen Landrechte der indigenen Bevölkerung häufig missachtet. Immer wieder sind sie Opfer kriminellen Landraubs. Die Landräuber stehlen ihr Land, zerstören ihren Lebensraum und setzen die Gemeinschaften massiv unter Druck.

Zerstörung: Rücksichtslose und auf kurzsichtigen Profit ausgerichtete Umweltzerstörung vernichtet die Lebensgrundlage von Mensch und Schöpfung. Ein Entkommen aus der Armut wird so immer schwieriger.

Orientierungslosigkeit: Ausgrenzung, Diskriminierung und Ausbeutung haben die Identität, Selbstachtung, Selbstbestimmung und wirtschaftliche Lage der Menschen schwer geschädigt. Zwischen Assimilierung und Bewahrung der eigenen Identität gehen Werte verloren. Das führt zu einer Schwächung der Gemeinschaften von innen.

Schwache Selbstbestimmung: Sowohl die Vereinten Nationen als auch die Verfassung Perus garantieren den indigenen Gemeinschaften weitgehende Autonomie. Dennoch fehlt es den Dorfgemeinschaften meist an effektiven Instrumentarien zur Stärkung ihrer inneren Organisation und Selbstverwaltung. Außenstehende nutzen das aus, um sich illegal an den Ressourcen der Menschen zu bereichern. Das führt zu sozialem Unfrieden und immer mehr Armut und Zerstörung.

Bildungsmangel: Den Dorfbewohnern fehlt der Zugang zu Bildung und staatlichen Dienstleistungen. So können sie sich gegen die vielen Bedrohungen ihrer Gemeinschaften kaum zur Wehr setzen. Soziale Ungerechtigkeit zerstört die Lebensperspektive der Menschen.

Armut: All das führt zu extremer Armut, die es den Menschen vielerorts kaum ermöglicht, sich für ihre Gemeinschaften einzusetzen, und verursacht großes persönliches Leid.

Peru hat mit 65 verschiedenen indigenen Völkern und über 1700 Gemeinschaften einen verhältnismäßig hohen Anteil Ureinwohner an der Gesamtbevölkerung. Die Maasai sind die größte indigene Gruppe Kenias.

Erfahrungsbericht

Ich hätte niemals auch nur davon geträumt, einmal eine feste Arbeitsstelle und ein geregeltes Auskommen zu haben oder anderen Menschen durch meine Fähigkeiten hilfreich sein zu können.

CARLOS ABEL,
Indianeranführer und Chance-Mitarbeiter


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